Gemeinde Michendorf

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start

Besuch der Städtepartnerschaftskonferenz in Russland

E-Mail Drucken PDF
Bürgermeister Reinhard Mirbach reiste vergangene Woche mit einer kleinen Delegation zur deutsch russischen Städtepartnerschaftskonferenz nach Russland, wo er auch auf den Bürgermeister der Gemeinde Novoje Devjatkino traf. Seit 2013 pflegt die Gemeinde Michendorf partnerschaftliche Kontakte.
 Bildunterschrift 1: (von links) Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums Matthias Platzeck, Bürgermeister Reinhard Mirbach und Außenminister Siegmar Gabriel

Vom 28. bis zum 30. Juni 2017 fand im südrussischen Krasnodar die XIV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz statt. Ziel war es, die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den Kommunen beider Länder auszubauen und den Blick nach vorne für „Frieden und Dialog“ zu wahren.
Das Netzwerk wird auf deutscher Seite durch das Deutsch-Russische Forum e.V., mit Matthias Platzeck als Vorsitzenden, und dem Verband der russischen Städte auf russischer Seite gepflegt und durch alle Beteiligten getragen. „Manchmal muss man am Anfang einfach sein Herz über die Hürde werfen“ zitierte Matthias Platzeck in seiner Eröffnungsrede Willy Brandt und sprach damit das Maß seines Handelns und dieVision von Toleranz und Menschlichkeit an.
Auf der Konferenz sprachen ebenfalls Außenminister Sigmar Gabriel und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow. Mit der Städtepartnerkonferenz beginnt zugleich das Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018, welches die Minister in ihren Reden ausriefen. Außenminister Gabriel sprach anerkennend von „Der funktionierenden Völkerverständigung von unten und dem Dialog der Kommunen.“ 

Über 500 Vertreter aus deutschen und russischen Städten, Gemeinden, Bürgerorganisationen und Wirtschaft diskutierten an den drei Konferenztagen über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven in der deutsch-russischen kommunalen Zusammenarbeit. Als eines der vielen Arbeitsergebnisse sucht man beispielsweise im Bereich der Kultur und Erinnerungskultur auf deutscher Seite Nachfahren, dessen Großmütter oder Urgroßmütter im 2. Weltkrieg ihre Söhne verloren haben. In Russland erinnern mehrere Denkmäler an Mütter, die alle ihre Söhne im Krieg ließen.
P
arallel zur Konferenz, fand erstmals im Rahmen einer deutsch-russischen Städtepartnerkonferenz ein Jugendforum statt. Über 100 junge Menschen aus russischen und deutschen Städtepartnerschaften, entwickelten gemeinsam Ideen für die Jugendarbeit im Rahmen des kommunalen Austausches. Im Hinblick auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, lag ein besonderer Fokus auf dem Sport, als Chance für den Bürgerdialog. So fand im Rahmen der Konferenz das Fußballturnier „Straßenfussball für Toleranz“ statt, zudem auch Außenminister Siegmar Gabriel kam und mit den jungen Leuten das offene Gespräch suchte. Er informierte sich speziell bei den Teilnehmern aus Michendorf und ihrer Partnerstadt
Novoje Devjatkinoüber den bisherigen Austausch und die gesammelten Erfahrungen.  
 

Bildunterschrift 2: Außenminister Siegmar Gabriel (Mitte) und Bürgermeister Reinhard Mirbach (Zweiter von rechts oben) mit den Teams des Fußballturniers „Straßenfussball für Toleranz“

Das Team der SG Michendorf e.V. belegte von insgesamt 12 deutschen und russischen Mannschaften den 4. Platz. Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums Matthias Platzeck, überreichte Ihnen die Teilnahmemedaille.

Bildunterschrift 3: (von oben links) Bürgermeister Reinhard Mirbach,  Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums Matthias Platzeck, Mannschaftskapitän der SG Michendorf e.V. Steve Görmer und seine Teammitspieler Jacob Woiwode und Paul-Julius-Georg (unten) sowie Mitspielerin und Übersetzerin Kristina Demjantschuk (Mitte)

Bürgermeister Reinhard Mirbach lobte im Gespräch den Einsatz der fünf mitgereisten Teilnehmer des Jugendforums: „Wenn man erlebt, wie sich die jungen Menschen hier gegenseitig begegnen, muss man sich um die Zukunft der Nationen keine Sorgen machen, denn die Zukunft gehört der Jugend.“ Ähnlich eingeschätzt endete das Jugendforum auch mit einer Auswertungsgrafik mit dem Slogan: Wir haben nicht nur eine Brücke, sondern eine Schnellstraße der Begegnungen gebaut.
Die Gemeinde Michendorf pflegt mit der russischen KommuneNovoje Devjatkinoseit vier Jahren eine partnerschaftliche Beziehung, mit dem Ziel sich kulturell und administrativ auszutauschen. So gab es bereits einige Treffen mit Bürgermeister Mirbach und seinem russischen Kollegen Dimitri Majorov. Bei dem jetzigen Treffen traf auch Michendorfs stellvertretender Bürgermeister Christopher Gerhardt auf seine russische Amtskollegin Elena Gerasimova.Sinn und Zweck von Städtepartnerschaften ist das freiwillige Zusammenfinden von Menschen über Grenzen hinweg“ erläutert Bürgermeister Reinhard Mirbach und ergänzt „Wir haben mit Novoje Devjatkino eine Partnerschaft gefunden, mit der wir einige Gemeinsamkeiten haben. So liegt die russische Gemeinde im Speckgürtel von St. Petersburg, so wie wir im Speckgürtel Berlins. Wir können aktuell verfolgen, wie bei stetigem Zuwachs der Einwohner, auch die Infrastruktur wachsen muss.“ Die Wunschpartnerstadt hatte zu Beginn der Beziehungen 2013 mit rund 12.000 Einwohnern genauso viel Einwohner wie die Gemeinde Michendorf. Mittlerweile ist beim russischen Partner jedoch die Einwohneranzahl auf über 20.000 angestiegen.

Bildunterschrift 4: (von links) Stellvertretender Bürgermeister Michendorfs Christopher Gerhardt, die Bürgermeister von Novoje Devjatkino Dimitri Majorov und von Michendorf Reinhard Mirbach stellvertretende Bürgermeisterin von Novoje Devjatkino Elena Gerasimova

Unser langfristiger Wunsch ist es Menschen aus allen Altersgruppen und Ebenen in die zukünftige Städtepartnerschaft einzubinden und die Beziehungen mit Leben zu füllen. Ein Austausch im Kitabereich erfolgte bereits. In diesem Jahr stand der Sport im Fokus und so hat uns Jan Dreyer, Vorsitzender des Allgemeinen Sportvereins e.V. Michendorf, beim Besuch in Russland begleitet und erste Kontakte geknüpft.“ berichtet Mirbach. Sein Wunsch wäre es, „Dass sich Vereinsmitglieder, Politiker, Mitarbeiter, Firmen, Musiker, Sportler und Künstler begegnen, austauschen und sich gegenseitig mit jeweiliger Kultur kennen und voneinander lernen.“ Für kommendes Jahr ist eine Doppelausstellung unter der Leitung von Matthias Jurke vom Wildenbrucher Kunst- und Kulturverein „atelier of art geplant, in der Schüler aus beiden Kommunen mit ihren Werken die Hauptrollen spielen werden.

Bildunterschrift 5: Bürgermeister Reinhard Mirbach und sein russischer Kollege Bürgermeister von Novoje Devjatkino Dimitri Majorov beim Empfang des Deutsch-Russischen Forums, auf Einladung von Matthias Platzeck

Im Warteraum des Bürgerservices der Gemeindeverwaltung befinden sich gegenwärtig in der Vitrine der „Gastgeschenke des Bürgermeisters“ bereits einige interessante Gastgeschenke aus Russland und es kommen hoffentlich noch einige in der Zukunft dazu.
 

Ausbau der A10

Informationen zum achtstreifigen Ausbau der A 10/Berliner Ring zwischen AD Potsdam und AD Nuthetal, zur Verkehrsführung und aktuellen Einschränkungen finden Sie auf der Projektseite der DEGES.

Logo Tatsinformationssystem
 

wegweiser