Wie bereits im Mai 2021 angekündigt hat die Gemeindeverwaltung Michendorf zur Rettung der öffentlichen Jungbäume das Projekt Baumpatenschaft gestartet.

Dabei geht es insbesondere darum, die Jungbäume, die zwar die dreijährige Anwuchs- und Entwicklungspflege mit regelmäßigen Wässerungen durchlaufen haben, in der Regel aber noch nicht tief genug wurzeln, um sich selbst mit ausreichend Wasser versorgen zu können, über die meist zu heißen und trockenen Sommer zu bringen.

Dabei ist jede Unterstützung des gemeindlichen Bauhofs, der ebenfalls Wässerungen durchführt, willkommen.

Am 8. Juli 2021 haben die Bürgermeisterin Claudia Nowka und der im Gemeindegebiet für Baumschutz zuständige Sachbearbeiter, Herr Kästner, die erste offizielle Baumpatin, Frau Heike Welkisch, besucht.

Neben einem kleinen Dankesgeschenk für die Pflege und Wässerung der vier Ebereschen vor ihrem Grundstück gab es zur Steigerung der Effektivität der Bewässerungsgänge spezielle Wassersäcke.

Diese im gesamten Gemeindegebiet - auch vom Bauhof eingesetzten - grünen Plastiksäcke geben das Wasser langsam (innerhalb von ca. acht Stunden) über kleine Löcher in der Aufstellfläche an den Boden um den Baumstamm ab. Dadurch kommt das Wasser direkt zu den Wurzeln und geht nicht durch Abfließen und Verdunsten an der Oberfläche verloren.

Das Wasser kann mit Gießkannen oder besser, wie bei Frau Welkisch, über den Gartenschlauch in eine kleine Öffnung am oberen Rand eingefüllt werden.

In einem netten Gespräch mit der Baumpatin wurde deutlich, dass sich auch andere Anwohner*innen im Ebereschenweg um ihre Straßenbäume kümmern. Vermutlich gibt es im gesamten Gemeindegebiet einige inoffizielle Baumpaten, die sich gerne auch (unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 033205/ 598-12) für das Projekt melden können und damit auch die Wassersäcke zur Verfügung gestellt bekommen.

Herzlich willkommen sind natürlich auch alle, die neu auf das Thema Baumrettung/ Baumwässerung gestoßen sind und sich als Pate einbringen wollen.

In einem zweiten Schritt werden im Boden neben den Patenbäumen noch kleine Schildchen mit Angabe der Baumart und dem Namen der Baumpaten angebracht.

Zwischenzeitlich haben sich bereits insgesamt sieben Anwohner*innen aus dem Ebereschenweg, der Peter-Huchel-Chaussee, der Rembrandtstraße und der Ahornallee als Paten gemeldet.

Wer als unbekannter Held helfen möchte, die bereits vom Bauhof aufgestellten Wassersäcke zu befüllen oder Straßenbäume über den Gießrand mit Wasser zu versorgen, kann dies natürlich auch weiterhin gern anonym tun.

In jedem Fall gilt der Dank der Gemeindeverwaltung allen engagierten Baumrettern!