Drucken

Liebe Michendorfer Seniorinnen und Senioren,

durch die Ausbreitung des Coronavirus gibt es in Michendorf viele Einschränkungen im öffentlichen Leben. In diesem Beitrag finden Sie Informationen, die Sie gezielt erreichen sollen. Gern können Sie diese Infos auch weiterleiten und verbreiten.

(letzte Aktualisierung: 27.03.2020, 8:21 Uhr in rot)

Corona-Pandemie: Ältere Menschen und gefährdete Gruppen schützen 

Folgende Maßnahmen werden älteren Menschen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend empfohlen, um sich zu schützen:

- Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein.
- Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern. Die Großeltern sollten möglichst nicht in die Betreuung einbezogen werden.
- Gehen Sie nicht in Arztpraxen, rufen Sie im Bedarfsfall dort an, und fragen, Sie wie Sie sich verhalten sollen.
- Gehen Sie, falls möglich, nicht in Apotheken, bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon und lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie, wenn möglich,      Hilfe aus der Familie oder der Nachbarschaft an.
- Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote an: durch Familie und Nachbarn sowie durch Supermärkte.
- Halten Sie Ihre sozialen Kontakte über Telefon oder, wenn möglich, über Skype aufrecht.
- Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum.
- Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen. Das stärkt Ihre Abwehr. Halten Sie auch dort mindestens zwei Meter Abstand, wenn Sie
  Bekannte treffen!

Auch in der aktuellen Situation ist Wachsamkeit vor „falschen Helfern“ notwendig. So fragen Betrüger besonders ältere Menschen nach Geld für teure Medikamente und medizinische Behandlungen; angebliche Handwerker behaupten, Haus und Wohnung zu überprüfen und desinfizieren zu wollen.
Das BMFSFJ und die BAGSO empfehlen daher dringend, Unbekannten kein Geld zu geben und sie nicht in die Wohnung zu lassen.


Am 23. März 2020, 0:00 Uhr, ist die die Neufassung der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – SARS-CoV-2-EindV)" in Kraft getreten. Damit wird die bisherige Verordnung vom 17. März 2020 abgelöst.

Die neue Verordnung gilt vorerst bis einschließlich 19. April 2020 (mit Ausnahme der Regelungen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum; hier ist eine Geltungsdauer bis einschließlich 5. April 2020 festgelegt).

Betreten öffentlicher Orte

Das Betreten öffentlicher Orte wird bis zum 5. April 2020 (24:00 Uhr) untersagt. Öffentliche Orte sind insbesondere öffentliche Wege, Straßen, Plätze, Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Parks. Um notwendige Wege zurücklegen zu können oder zum Beispiel Sport treiben zu können, gibt es Ausnahmen:

  • zur Wahrnehmung beruflicher Tätigkeiten und zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes,
  • zur Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuche); dazu gehören auch Psycho- und Physiotherapeuten, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist,
  • zur Abgabe von Blutspenden,
  • zum Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) sowie zur Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich und zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
  • zur Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Beisetzungen im engsten Familienkreis,
  • für Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie zur Versorgung von Tieren,
  • zur Wahrnehmung dringend und nachweislich erforderlicher Termine bei Behörden, Gerichten, Gerichtsvollziehern, Rechtsanwälten und Notaren.

Diese Erlaubnisse stehen unter dem Vorbehalt, dass der Aufenthalt nur allein, in Begleitung der im jeweiligen Haushalt lebenden Personen oder einer nicht im jeweiligen Haushalt lebenden Person erfolgt. Dabei ist ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Verkaufsstellen des Einzelhandels

2. Grundsätzlich gilt, dass alle Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr zu schließen sind. Das gilt auch für körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Der Einkauf für den täglichen Bedarf bleibt selbstverständlich gewährleistet. Ausgenommen vom Schließungsgebot sind deshalb der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarfshandel und der Großhandel. Dies gilt auch für Dienstleister im medizinischen- und Gesundheitsbereich und sonstige helfende Berufe, insbesondere Arztpraxen und Krankenhäuser. Soweit entsprechende Waren und Dienstleistungen angeboten werden, darf dies auch durch Kaufhäuser, Outlet-Center und in Einkaufszentren erfolgen.

Diese Einrichtungen können für die bisherige Dauer der Gültigkeit (19. April 2020) auch sonntags und an gesetzlichen Feiertagen von 12:00 bis 18:00 Uhr öffnen. Sollten die bekannten Gesundheitsregeln (z. B. Hygiene und Abstand) nicht eingehalten werden, kann die jeweilige Einrichtung geschlossen werden.

Gaststätten

Gaststätten müssen geschlossen bleiben. Es darf nur noch eine Ausgabe von zubereiteten Speisen und Getränken über den so genannten "Drive-in-Verkauf" erfolgen.  Bitte beachten Sie, dass die Bestellung telefonisch erfolgen muss.  Dies gilt auch für die Rastanlage Michendorf an der Bundesautobahn 10 und so genannte Gaststätten im Reisegewerbe (z. B. Verkauf über Transporter). Voraussetzung ist zugleich, dass die Empfehlungen zu Hygiene und Abstand strikt eingehalten werden.

Veranstaltungen und Versammlungen

Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sind weiterhin untersagt.

Busse und Bahn

Die Nutzung des ÖPNV bleibt erlaubt. Auf die Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen in Bussen und Zügen ist dabei jedoch unbedingt zu achten.

Weiterhin für das Publikum geschlossen

Wie bereits in der bisherigen Verordnung festgelegt bleiben für das Publikum geschlossen: Diskotheken, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen, Prostitutionsstätten sowie Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Spielplätze, Anbieter von Freizeitaktivitäten und ähnliche Einrichtungen.

Pflegeheime

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen dürfen nicht besucht werden. Dies gilt auch für Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern sowie in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie
Bewohnerinnen und Bewohner in besonderen Wohnformen.

Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen! Wir können die Corona-Infektion nur dann stoppen, wenn wir uns alle vernünftig verhalten! Bleiben Sie gesund!


Wichtige Kontakte für medizinische oder gesundheitliche Fragen:

* Hotline des Gesundheitsamtes PM - Telefonnummer 033841/91 111 (täglich von 9 bis 15 Uhr)
* Corona-Infotelefon des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen ist zu erreichen unter  Telefonnummer 03374/881848
* für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet - Telefonnummer 030/ 346 465 100 (Montag bis         Donnerstag 8 bis 18 Uhr, freitags bis 12 Uhr)
* für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per Fax unter der Nummer 030/340 60 66 07 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.        Gebärdentelefon (Videotelefonie) https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/ 

 

Bürgertelefon der Gemeindeverwaltung

Die Gemeindeverwaltung bietet ein Bürgertelefon an. Ihre Anliegen, Anfragen und evtl. Terminvereinbarungen können Sie montags bis freitags unter der 033205/598-21 in der Zeit von 8:00 bis 16.00 Uhr an uns richten.

 

Senioren und Nachbarschaftshilfe

Egal in welchem Ortsteil wir wohnen, ob Fresdorf, Stücken, Langerwisch, Wildenbruch, Wilhelmshorst oder Michendorf jeder von uns hat bestimmt jemanden in seiner Nachbarschaft, der Hilfe benötigt. Gerade jetzt in Zeiten stark eingeschränkter Mobilität und Flexibilität können wir Hilfe gebrauchen. Genauso gibt es Menschen, die Hilfe geben können und wollen. All denen wollen wir die Möglichkeit vorstellen, sich zu verbinden.

Die Verwaltung stellt in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Familie, hier dem Familienzentrum, ab sofort folgende Hotline zur Verfügung: Tel.: 0173 - 294 50 25 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Unter dieser Nummer werden Anfragen zur Hilfe aufgenommen und wer gerne helfen möchte und nicht weiß wie, kann sich hier mit seinem Namen, Telefonnummer und Bereich (regional und inhaltlich) registrieren lassen. Damit möchten wir einen analogen Helferkreis aufbauen, bei dem Unterstützungsangebote gesammelt und Suchende vermittelt werden. 

Der Aufruf kann gern weitergeleitet werden. Die Gemeinde Michendorf plant, diesen möglichst in alle Briefkasten der Haushalte der Gemeinde Michendorf zu verteilen.