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(Stand: 23.01.2021)

Liebe Michendorferinnen und Michendorfer,

um für den Fall einer möglichen Schließung der Kitas besser vorbereitet zu sein, bitten wir alle Eltern, die für diesen Fall eine Notbetreuung benötigen, diese bereits vorsorglich zu beantragen. 

Bitte nutzen Sie zur Beantragung den aktuellen Antrag auf Gewährleistung einer Notbetreuung für Horteinrichtungen und den Antrag auf Gewährleistung einer Notbetreuung für den Bereich Kita. Senden Sie diesen bitte an folgende E-Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Kindertageseinrichtungen

Wann müssen die Kitas geschlossen werden?  

1) Drei Tage muss der Inzidenzwert über 300 sein und dies muss entsprechend bekanntgegeben werden. Ab dem vierten Tag schließen die Kitas/Kindertagespflege.

2) Die Schließung dauert zwei Wochen.

3) Geöffnet wird wieder, wenn vom 10.-12. Tag der Schließung der Inzidenzwert von 300 unterschritten wird und zwar mit Ablauf des Sonntags, der dem 14. Tag der Schließung folgt. (Beispiel weiter unten anbei)

4) Wird der Wert vor dem besagten Sonntag erneut drei Tage in Folge überschritten, so verlängert sich die Schließung um eine Woche.

5) Nach einer Verlängerung der Schließung öffnen die Kitas/Kindertagespflege wieder, wenn der Wert vom dritten bis fünften Tag unter 300 ist und zwar mit Ablauf des Sonntags, der dem siebten Tag der Schließung folgt.

Zur Veranschaulichung (rein fiktiv):

Insofern der Inzidenzwert zum Beispiel von Samstag bis Montag (23.-25. Januar) über 300 liegt würden die Kitas/Kindertagespflege ab Freitag (29. Januar; 4. Werktag) schließen; die Zweiwochenfrist würde beginnen.
Am Sonntag bis Dienstag (7. bis 9. Februar = zehner bis zwölfter Tag) müsste der Inzidenzwert unter 300 sein, so dass wieder geöffnet werden darf und zwar an dem Montag, der dem Sonntag nach Ablauf der 14 Schließtage folgt. Der 14. Schließtag wäre im Beispiel der 11. Februar.
Der Sonntag, der auf den 14. Schließtag folgt, ist der 14. Februar. Öffnung wäre also erst wieder am 15. Februar. Aber auch nur, wenn der Wert vor dem 15. Februar nicht drei Tage in Folge wieder über 300 liegt. Sonst wird noch einmal sieben Tage verlängert.

 


Schulen (Hort)

In der Zeit während der Stundentafel organisiert die jeweilige Schule eine Notbetreuung. Die Gemeinde Michendorf prüft aber sowohl die Anträge auf Notbetreuung für die Schule als auch die für den Hort. Notbetreuung im Hort findet nur mit gültigem Hortvertrag statt.

Wer kann Notbetreuung beantragen?

Für die Notbetreuung gilt:

Einen Anspruch auf eine Notbetreuung haben Kinder,

  • die aus Gründen der Wahrung des Kindeswohls zu betreuen sind,
  • Kinder, deren beide Personensorgeberechtigten in den in Satz 3 genannten kritischen Infrastrukturbereichen innerhalb oder außerhalb des Landes Brandenburg beschäftigt sind, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann,
  • von Alleinerziehenden, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann.
  • Kritische Infrastrukturbereiche im Sinne des Satzes 2 Nummer 2 sind folgende Bereiche:
      1. Gesundheitsbereich, gesundheitstechnische und pharmazeutische Bereiche, stationäre und teilstationäre Erziehungshilfen, Internate nach § 45 des Achten Buches Sozialgesetzbuch, Hilfen zur Erziehung,  
          Eingliederungshilfe sowie Versorgung psychisch Erkrankter,
      2. Erzieherin oder Erzieher in der Kindertagesbetreuung oder als Lehrkraft in der Notbetreuung,
      3. Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen in der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung,
      4. Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Feuerwehr und Bundeswehr sowie sonstige nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr,
      5. Rechtspflege und Steuerrechtspflege,
      6. Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche,
      7. Daseinsvorsorge für Energie, Abfall, Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr, Informationstechnologie und Telekommunikation,
      8. Leistungsverwaltung der Träger der Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch und nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
      9. Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Versorgungswirtschaft,
     10. Lehrkräfte für zugelassenen Unterricht, für pädagogische Angebote und Betreuungsangebote in Schulen sowie für die Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen,
     11. Medien (einschließlich Infrastruktur bis hin zur Zeitungszustellung),
     12. Veterinärmedizin,
     13. für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal,
     14. Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind,
     15. freiwillige Feuerwehren und in anderen Hilfsorganisationen ehrenamtlich Tätige,
     16. Bestattungsunternehmen.
  • Kinder haben grundsätzlich einen Anspruch auf eine Notbetreuung, wenn eine sorgeberechtigte Person im stationären oder ambulanten medizinischen oder pflegerischen Bereich tätig ist. Dieser Anspruch besteht auch für Kinder der fünften und sechsten Jahrgangsstufe. 

Rahmenbedingungen in der Notbetreuung:

  • In den Innenbereichen von Horteinrichtungen besteht für alle Personen ab dem vollendeten fünften Lebensjahr die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb der Betreuungs- und Bildungsangebote, die in Gruppen-, Bewegungs- oder sonstigen pädagogischen Räumen stattfinden. Für Besucherinnen und Besucher gilt die Tragepflicht auch in den Außenbereichen von Horteinrichtungen.
  • In Horteinrichtungen und vergleichbaren Angeboten für Kinder im Grundschulalter dürfen Kinder nur in festen Gruppen betreut werden. Die Zusammensetzung der Gruppen soll so weit wie möglich die Schulklassenzusammen-setzung berücksichtigen.
  • Der Hortbetrieb (Betreuung schulpflichtiger Kinder) in erlaubnispflichtigen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen ist untersagt, soweit nach § 17 Absatz 4 Satz 1 und Absatz 5 kein Präsenzunterricht stattfindet. Die Untersagung nach Satz 1 gilt für alle öffentlichen, gemeindlichen und freien Träger sowie für alle Formen der Hortbetreuung im Sinne des Kindertagesstättengesetzes. Hierzu zählen auch alle Angebote nach § 1 Absatz 4 des Kindertagesstättengesetzes, insbesondere Spielkreise und integrierte Ganztagsangebote von Schule und Kindertagesbetreuung.

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport informiert die Eltern und Träger der Einrichtungen mit folgendem Infoschreiben (PDF).