Das integrierte Klimaschutz- und Energiekonzept soll in der Gemeinderatssitzung am 03.09.2018 beschlossen werden. Im öffentlichen Teil wird das Projekt und die Ergebnisse präsentiert.

Klimaschutz und Klimawandel gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit - auf globaler, regionaler und lokaler Ebene. Bereits im August 2007 hat die Bundesregierung sich vor diesem Hintergrund zum Ziel gesetzt die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Diese ambitionierten Ziele sind nur erreichbar, wenn sie durch Anstrengungen auf lokaler Ebene mitgetragen werden.

Die Gemeinde Michendorf geht hier mit gutem Beispiel voran; im Jahr 2012 bekannte sich Michendorf per Gemeinderatsbeschluss offiziell zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung. Auch im praktischen Klimaschutz ist Michendorf in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter: Schon jetzt wird in den kommunalen Gebäuden der Gemeinde ausschließlich Strom aus Wasserkraft genutzt. Die Straßenlaternen im Gemeindegebiet sind zu 99 Prozent mit Energiesparlampen ausgestattet bzw. werden nach und nach gegen LED-Technik ausgetauscht. Viele Schulen und Kitas wurden bereits energetisch (Heiztechnik) saniert. Diese guten Beispiele für einen aktiven Klimaschutz gilt es zu verstärken und auf neue Bereiche auszuweiten.

Mit der Erstellung eines integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts bekennt sich Michendorf nun weiter zu einer zu einer klimaschonenden Entwicklung. Das Energie- und Klimaschutzkonzept soll nicht nur einen Fahrplan zur Einsparung von CO2-Emissionen bilden, sondern auch Einsparpotenziale bei Energiekosten aufzeigen. Der global steigende Energieverbrauch gilt als größter CO2-Produzent und wesentlicher Treiber des Klimawandels. Das neue Energie- und Klimaschutzkonzept soll auf den bisherigen Erfolgen im lokalen Klimaschutz aufbauen und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft Michendorfs schaffen.

Um eine fundierte Grundlage für Michendorfs Energie- und Klimaschutzkonzept zu erstellen, erhob die Firma Arcadis 2018 bereits umfangreiche Daten zum Energieverbrauch der Gemeinde. So wurde auch untersucht, welche Energieträger bei der Energieerzeugung zum Einsatz kommen. Ins Blickfeld genommen wurden hierbei die kommunale Verwaltung und Liegenschaften, wie etwa Schulen und Verwaltungsgebäude, private Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.

Auf dieser Grundlage wird nun ermittelt, welches Potenzial zu Senkung des Energieverbrauchs und der lokal erzeugten Treibhausgase besteht. Hierzu wird unter anderem untersucht, an welchen Stellen die Energieeffizienz weiter optimiert werden könnte und wo regenerative Energiequellen zum Einsatz kommen können. In das Konzept sollen auch kreative Ideen und Anmerkungen der BürgerInnen einfließen. Um Hinweise aus der Gemeinde aufzunehmen und die weiteren Schritte zu besprechen, fand im April 2018 ein öffentlicher Runder Tisch im Gemeindezentrum statt. Anregungen können auch weiterhin bei Herrn Schüler, Klimaschutzmanager der Gemeinde Michendorf (Tel.: 033205/598-58, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), abgegeben werden.

Damit im Rahmen der Erstellung des Energie- und Klimaschutzkonzepts alle relevanten Teilbereiche und Handlungsfelder abgedeckt werden, wird gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein energie- und klimapolitischer Leitfaden für Michendorf erarbeitet. So wird gemeinsam eine Vorstellung davon entwickelt, wohin die Reise gehen soll. Um den Leitfaden umzusetzen wird in den kommenden Monaten ein Maßnahmenkatalog mit kurz- und mittelfristigen Vorhaben sowie ein Zeit- und Kostenplan für deren Umsetzung erstellt.